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Ausstellung

Die Idee war etwas zu zeigen, was sich im üblichen Rahmen kaum verwirklichen lässt: Ein Paludarium mit 1,50 m Tiefe. Gleichzeitig war es speziell für die (winterlich kalte) Grüne Woche als extremer Leichtbau mit guten Isolationseigenschaften geplant:

Das Becken wurde überwiegend aus leichten Polykarbonat-Stegplatten gefertigt. Nur die Front besteht aus Glas mit 6 mm Stärke. Die Verklebung von Polycarbonat und Glas mit dem stabilisierenden Aluminiumrahmen erfolgte mit einem Hybridkleber, wie er auch im Seewasser- und Teichbau als „Unterwasserkleber“ verwendet wird.

Die „Steine“ waren ein Eigenbau und sind ebenfalls extrem leicht. Sie bestehen aus Isolierplatten, die mit Sand und Silikon „panniert“ wurden. Sie waren bereits bei der HTP 2010 in unserem 5,30 m langen Bachlaufbecken im Einsatz und passten auch hier gut ins Konzept. Wegen des starken Auftriebes mussten sie fest eingeklebt werden.

Das Becken hat eine Tiefe von 1,50 m, eine Höhe von 1,00 m und eine Breite von 0.75 m. Die Ansichtsfläche ist also 1,00 x 0,75 m groß. Das Gesamtvolumen beträgt 1.125 l und bei einem Wasserstand von 30 cm befinden sich ca. 330 l im Wasserteil. Unter dem Wasserfall hat das Filterabteil mit Heizer, 35 Watt-Pumpe und Schwammpatrone Platz gefunden. Der Zugang erfolgt für die Beckeninsassen störungsfrei von außen, an der Rückseite. Das meiste Wasser strömt über den Wasserfall zurück, eine Nebenströmung wird über eine Rohrleitung unter dem Kies im vorderen Teil erzeugt. Als Wartungszugang für das Paludarium wurde seitlich eine Klappe geschnitten, durch die sich bequem alle Bereiche im Inneren erreichen lassen. Die Beleuchtung erfolgt mit 4 x 58 Watt T8-Röhren. Das ganze Becken lässt sich inklusive der fest eingeklebten „Steine“ zu zweit noch gut tragen und ist daher „messetauglich“ schnell auf- und abgebaut. Ein kleiner Lüfter hält je nach Umgebungstemperatur die Frontscheibe frei von Kondenswasser.

Die Fische haben reichlich Versteckmöglichkeiten, die sie auch nutzen. Man muss schon einen Moment verharren und warten, bis sich etwas bewegt. Die Gäste waren erstaunt wie viele Fische sich dort aufhielten und wie mühelos sie sich der Betrachtung entziehen konnten, wenn sie das wollten. Und so sollte es ja auch sein: Wir wollten eine Idee für ein künstliches Biotop zeigen und wie in der Natur braucht es zum Beobachten von Tieren die nicht gezwungen sind sich zu zeigen, manchmal etwas Geduld.

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